Samstag, 16. Oktober 2021
Durchführung im Online-Format

Durchführung des Schwäbischen Lehrertags erfolgt angesichts der aktuell schwer vorhersehbaren Pandemieentwicklung in diesem Jahr im Online-Format. Der Fachtag selbst wird aus einer Keynote, einer Diskussionsrunde zum Vortrag, Foren und Workshops bestehen.

Referent des Hauptvortrags: Prof. Dr. Klaus Zierer (Universität Augsburg)

Zeitplan


09:30 Uhr | Einloggen und Technikcheck

09:45 Uhr | Grußworte
                      Gertrud Nigg-Klee, Vorsitzende
                      Simone Fleischmann, Präsidentin
                      Frank Hortig, Berufswissenschaft

10:00 Uhr | Hauptvortrag Prof. Dr. Zierer
11:00 Uhr | Aussprache

11:45 Uhr | Workshop 1
13:00 Uhr | Workshop 2

14:00 Uhr | Abschluss

Hauptvortrag


Referentin des Hauptvortags:
Klaus Zierer (* 26. April 1976 in Vilsbiburg) ist ein deutscher Erziehungswissenschaftler und seit 2015 Ordinarius für Schulpädagogik an der Universität Augsburg. Davor war er seit 2011 Professor für Erziehungswissenschaft an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg (Nachfolge Hilbert Meyer).

Zierer studierte von 1996 bis 2001 Grundschulpädagogik und war von 2004 bis 2009 als Grundschullehrer tätig. An der Ludwig-Maximilians-Universität München wurde er 2003 promoviert und 2009 mit einer international vergleichenden Arbeit über eklektisches Vorgehen in Lehrbüchern der Didaktik und des Instructional Designs habilitiert.

Im Rahmen seiner Habilitation war er im Trinity Term 2009 Visiting Research Fellow am Department of Education der University of Oxford und ist seit 2010 Associate Research Fellow am dort angesiedelten ESRC Centre on Skills, Knowledge and Organisational Performance (SKOPE). Sein Œuvre umfasst ein breites Spektrum und reicht von theoretischen Artikeln bis hin zu praktischen Beiträgen.
Hervorhebenswert sind die Arbeiten ("Visible Learning") im Anschluss an von John Hattie, die er zunächst mit Wolfgang Beywl ins Deutsche übertragen hat, mittlerweile aber auch in eigenständigen Projekten und Publikationen fortführt. Im deutschsprachigen Raum gilt er wegen dieser Publikationen als der führende Hattie-Experte.
Zudem bringt er sich seit Jahren immer wieder in bildungspolitische Debatten ein und gilt als einer der einflussreichsten Schulpädagogen in Deutschland. Besonders eindringlich sind seine Appelle im Kontext einer Digitalisierung des Bildungsbereiches. Ausgehend von einer bildungsphilosophischen Fundierung und einer Absicherung durch Ergebnisse der empirischen Bildungsforschung argumentiert er für eine Digitalisierung an Schulen, deren Möglichkeiten und Grenzen in den Blick zu nehmen sind. Zu den Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat er mehrere Beiträge verfasst und spricht von einer drohenden Bildungskatastrophe, weil die Maßnahmen aus seiner Sicht eine pädagogische Betrachtungsweise vermissen lassen und dadurch der nachwachsenden Generation im Hinblick auf Bildungsprozesse Nachteile zuteilwerden, die vor allem Kinder und Jugendliche aus bildungsfernen Milieus treffen und nur schwer zu kompensieren sind.