Rückblick
Zukunft der Schulen im Fokus: BLLV-Kreisverband im Austausch mit MdL Peter Tomaschko
Von links nach rechts: Peter Tomaschko, Martina Ritzel, Doris Schmaus
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Konstruktives Gespräch über Herausforderungen und Perspektiven an Grund- und Mittelschulen
Mering, 19. Juni 26 – Zu einem intensiven und offenen Gedankenaustausch trafen sich jüngst die Vorsitzende des lokalen Kreisverbandes des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) Martina Ritzel und Fachberaterin und Arbeitnehmervertreterin Doris Schmaus mit dem Vorsitzenden des Bildungsausschusses im bayerischen Landtag, Herrn Peter Tomaschko. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die drängenden bildungspolitischen Herausforderungen im Landkreis, die von der Unterrichtsqualität bis hin zur personellen Ausstattung reichen.
Die Vertreter des Kreisverbandes nutzten die Gelegenheit, um die aktuellen Sorgen aus dem Schulalltag direkt zu adressieren. Dabei standen zentrale Themen wie die Zukunftsfähigkeit der Mittelschulen, die notwendige systematische Medienerziehung in Grund- und Mittelschulen sowie die komplexe Situation bei der Inklusion und der Arbeit der Schulbegleiter im Fokus. Besonders intensiv wurde über den eklatanten Lehrermangel und die stetig wachsende Arbeitsbelastung gesprochen, da das pädagogische Personal neben dem Bildungsauftrag zunehmend auch erzieherische Aufgaben übernehmen muss.
Perspektiven für die Zukunft
Herr Tomaschko zeigte sich für die Anliegen der Lehrkräfte sehr zugänglich. Er ordnete die aktuelle Situation in den Kontext der allgemeinen Veränderungen am Arbeitsmarkt ein. Um dem Lehrermangel entgegenzuwirken, stellte er für den kommenden Doppelhaushalt die Schaffung neuer Stellen in Aussicht. Zudem betonte er den politischen Willen, das Lehramtsstudium für Mittelschulen attraktiver zu gestalten und inhaltlich zu stärken, um den spezifischen Anforderungen dieser Schulart besser gerecht zu werden, sowie die Ausbildung und Beförderungsmöglichkeiten der Fachlehrkräfte zu überdenken.
Dennoch gab Tomaschko unumwunden zu, dass ein Mangel an ausgebildeten Lehrkräften aktuell eine große Hürde darstellt. Kritisch bewertete er auch die Situation auf kommunaler Ebene. Da die finanzielle Belastung der Kommunen durch steigende Kreisumlagen zunehme, werde es für die Träger immer schwieriger, den Ausbau der Angebote zu finanzieren. In diesem Kontext gab er zu bedenken, dass Kürzungen bei der Finanzierung von Schulbegleitungen vor diesem finanziellen Hintergrund leider nicht gänzlich auszuschließen seien.
Fazit eines wertvollen Dialogs
Die Vertreter des Kreisverbandes zeigten sich erfreut über die Offenheit und den hohen Sachbezug des Gesprächs. „Ein solcher direkter Austausch ist essenziell, um die Realitäten an den Schulen unmittelbar in die parlamentarische Arbeit einfließen zu lassen“, so die Vertreter im Anschluss. Man vereinbarte, den Dialog auch in Zukunft fortzusetzen, um gemeinsam an tragfähigen Lösungen für die Bildung im Landkreis zu arbeiten.
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Text: Martina Ritzel
Bild: Claudia Stark-Gritsch
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