Rückblick
Betriebsbesichtigung Zenker
Kreative Einblicke in die Welt des Backens: Fachgruppe Ernährung und Gestaltung besichtigt Zenker in Aichach
Wie entsteht eigentlich eine moderne Backform, und welche Qualitätsstandards stecken hinter dem Prädikat „Made in Germany“? Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, lud die BLLV-Fachgruppe der Fachlehrerinnen für Ernährung und Gestaltung gegen Ende des letzten Schuljahres zu einer exklusiven Betriebsbesichtigung beim Traditionshersteller Zenker Backformen GmbH & Co. KG in Aichach ein.
Die Veranstaltung stieß auf enormes Interesse: Zahlreiche Teilnehmerinnen aus der Region folgten dem Ruf der Fachgruppe. Die Organisation des praxisnahen Fortbildungsnachmittags lag in den Händen von Frau Sabine Kapfhamer, die das Event für den BLLV-Kreisverband Aichach-Friedberg in enger Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt auf die Beine gestellt hatte.
Vor Ort wurden die Pädagoginnen von Frau Elisabeth Sedlmeir, der Ansprechpartnerin des Hauses Zenker, herzlich empfangen. Zu Beginn der Veranstaltung bekamen sie Einblicke in die Produktion und die Geschichte der deutschen Marke für Backformen und Backhelfer.
Diese steht seit 1885 für Qualität, Tradition und Innovation. Rund 200 Mitarbeiter sind für die Fertigung der hochwertigen Backformen im Einsatz, wovon täglich ca. 30.000 Stück produziert werden.
Während der anschließenden, fachkundigen Führung durch die Werkshallen erhielten die Lehrkräfte faszinierende Einblicke in die hochmodernen Produktionshallen. Die Gruppe erlebte hautnah, wie aus einfachen Blechen durch präzise Stanz- und Beschichtungsprozesse die bekannten Backformen entstehen. Besonders beeindruckt zeigten sich die Teilnehmerinnen von den hohen Qualitätsstandards und der enormen Produktvielfalt am Standort Aichach. Für die Fachlehrerinnen bot der Rundgang wertvolles Hintergrundwissen aus der Praxis, das direkt in den praxisorientierten Schulunterricht einfließen kann.
Zum gelungenen Ausklang der Veranstaltung wechselte die Gruppe vom Hauptwerk zum hauseigenen „Schnäppchenmarkt“ der Fa. Zenker. Hier nutzten die Fachlehrerinnen die Gelegenheit, ausgiebig zu stöbern und sich mit neuen Formen sowie kreativem Zubehör für die Fachräume oder die heimische Küche einzudecken.
Am Ende waren sich alle Kolleginnen einig: Die Betriebsbesichtigung war nicht nur eine ideale Plattform für den kollegialen Austausch, sondern lieferte auch echten Mehrwert für die Schulpraxis. Ein herzlicher Dank ging vor allem an Frau Elisabeth Sedlmeir für die fachliche Leitung dieser rundum gelungenen Exkursion.
Zukunft der Schulen im Fokus: BLLV-Kreisverband im Austausch mit MdL Peter Tomaschko
Von links nach rechts: Peter Tomaschko, Martina Ritzel, Doris Schmaus
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Konstruktives Gespräch über Herausforderungen und Perspektiven an Grund- und Mittelschulen
Mering, 19. Juni 26 – Zu einem intensiven und offenen Gedankenaustausch trafen sich jüngst die Vorsitzende des lokalen Kreisverbandes des Bayerischen Lehrer- und Lehrerinnenverbandes (BLLV) Martina Ritzel und Fachberaterin und Arbeitnehmervertreterin Doris Schmaus mit dem Vorsitzenden des Bildungsausschusses im bayerischen Landtag, Herrn Peter Tomaschko. Im Mittelpunkt des Gesprächs standen die drängenden bildungspolitischen Herausforderungen im Landkreis, die von der Unterrichtsqualität bis hin zur personellen Ausstattung reichen.
Die Vertreter des Kreisverbandes nutzten die Gelegenheit, um die aktuellen Sorgen aus dem Schulalltag direkt zu adressieren. Dabei standen zentrale Themen wie die Zukunftsfähigkeit der Mittelschulen, die notwendige systematische Medienerziehung in Grund- und Mittelschulen sowie die komplexe Situation bei der Inklusion und der Arbeit der Schulbegleiter im Fokus. Besonders intensiv wurde über den eklatanten Lehrermangel und die stetig wachsende Arbeitsbelastung gesprochen, da das pädagogische Personal neben dem Bildungsauftrag zunehmend auch erzieherische Aufgaben übernehmen muss.
Perspektiven für die Zukunft
Herr Tomaschko zeigte sich für die Anliegen der Lehrkräfte sehr zugänglich. Er ordnete die aktuelle Situation in den Kontext der allgemeinen Veränderungen am Arbeitsmarkt ein. Um dem Lehrermangel entgegenzuwirken, stellte er für den kommenden Doppelhaushalt die Schaffung neuer Stellen in Aussicht. Zudem betonte er den politischen Willen, das Lehramtsstudium für Mittelschulen attraktiver zu gestalten und inhaltlich zu stärken, um den spezifischen Anforderungen dieser Schulart besser gerecht zu werden, sowie die Ausbildung und Beförderungsmöglichkeiten der Fachlehrkräfte zu überdenken.
Dennoch gab Tomaschko unumwunden zu, dass ein Mangel an ausgebildeten Lehrkräften aktuell eine große Hürde darstellt. Kritisch bewertete er auch die Situation auf kommunaler Ebene. Da die finanzielle Belastung der Kommunen durch steigende Kreisumlagen zunehme, werde es für die Träger immer schwieriger, den Ausbau der Angebote zu finanzieren. In diesem Kontext gab er zu bedenken, dass Kürzungen bei der Finanzierung von Schulbegleitungen vor diesem finanziellen Hintergrund leider nicht gänzlich auszuschließen seien.
Fazit eines wertvollen Dialogs
Die Vertreter des Kreisverbandes zeigten sich erfreut über die Offenheit und den hohen Sachbezug des Gesprächs. „Ein solcher direkter Austausch ist essenziell, um die Realitäten an den Schulen unmittelbar in die parlamentarische Arbeit einfließen zu lassen“, so die Vertreter im Anschluss. Man vereinbarte, den Dialog auch in Zukunft fortzusetzen, um gemeinsam an tragfähigen Lösungen für die Bildung im Landkreis zu arbeiten.
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Text: Martina Ritzel
Bild: Claudia Stark-Gritsch
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