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Starkes Team. Starke Stimme. Dein BLLV!

Wahlkampfauftakt des BLLV Schwaben

Im vollbesetzten Saal des Gasthaus Riegele in Augsburg stimmte der BLLV Schwaben mit Unterstützung der BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann am 21. Mai seine zahlreich erschienen Mitglieder auf den Personalratswahlkampf ein.

Nach der Begrüßung durch die Bezirksvorsitzende Gertrud Nigg-Klee führte Enno Hörsgen durch den Abend, der musikalisch vom Instrumentaltrio „Spitz auf Knopf“ umrahmt wurde.

Fleischmann dankte zunächst den aktiven BLLV-Mitgliedern dafür, dass sie ihre Kraft und ihre Zeit für die Belange des BLLV einsetzten, und dies in Zeiten die ohnehin für jeden einzelnen, der an einer Schule beschäftigt ist, äußerst herausfordernd sind.

Gewohnt kämpferisch gab die Präsidentin in ihre politische Arbeit Einblick, in der sie sich als „Mahnerin“ für die Kolleg:Innen und die Situation vor Ort sieht, insbesondere, wenn der Bayerische Ministerpräsident, wie gerade in der aktuellen Regierungserklärung wieder geschehen, so tut, als wäre die Bildungswelt in Bayern vollkommen in Ordnung. In Zeiten, in denen extrem rechte politische Kräfte offen die Abschaffung der allgemeinen Schulpflicht fordern und der bayerische Wirtschaftsminister, wenn auch rein „hypothetisch“, darüber nachdenkt, ob man mit der Abschaffung der Schulpflicht nicht endlich das Problem des Lehrermangels beheben könne, sieht sich der BLLV als Verteidiger der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und fordert nachdrücklich eine Strukturreform des bayerischen Bildungswesens, die Kinder nicht mehr nach Leistung selektiert, sondern zu mehr Bildungsgerechtigkeit führt. „Wir wollen eine Schule für alle! Denn Heterogenität und Vielfalt sind ein Stärke unserer Gesellschaft. Wo, wenn nicht in der Schule, kommen denn alle Teile unserer Gesellschaft zusammen, und lernen so den respektvollen Umgang miteinander?“, betont Simone Fleischmann und das sei ohne entsprechende finanzielle Mittel nicht zu bekommen. Provokant stellte sie die Frage, welche der 320 Ideen, die die Kultusministerin vor längerer Zeit in medienwirksam inszenierten Mittelschulwerkstätten erarbeitet worden waren, bis heute eigentlich umgesetzt worden sind, und musste leider feststellen, dass die bayerische Staatsregierung nicht bereit sei, auch nur einen Cent dafür zu investieren. 

Klar und deutlich schilderte die Präsidentin, welche „roten Linien“ der Verband im Sinne seiner Mitglieder verteidigt:

  • Keine Erhöhung der Unterrichtspflichtzeit!
  • Keine weiteren Einschränkungen der Teilzeitregelungen!
  • Sofortige Aufhebung der Piazolomaßnahmen, die die Beschäftigten an Grund- und Mittelschulen unverhältnismäßig hart getroffen hatten.
  • Keine Erhöhung der Klassenstärken!

Sie machte aber auch klar, dass es angesichts der derzeitigen finanziellen Lage einen langen Atem braucht und sehr dicke Bretter gebohrt werden müssen, um die Situation der Kolleg:Innen zu verbessern. Den Zuhörern blieb keinerlei Zweifel, dass Simone Fleischmann genügend Biss und den benötigten langen Atem hat, um für unsere Belange zu kämpfen. 

Bei deftiger Brotzeit und unterhaltsamer musikalischer Umrahmung diskutierten die anwesenden Mitglieder noch engagiert mit ihrer Präsidentin. 

Zuletzt rief sie dringend dazu auf, sich an der Personalratswahl zu beteiligen. Je höher die Wahlbeteiligung desto höher das politische Gewicht und damit der Druck auf die Politiker:Innen, unsere Forderungen umzusetzen.

 

Text: Patricia Laube
Fotos: Patricia Laube und Christian Gerhart