ZEIT für BILDUNG

Kampagnenstart im Bezirk

Am 2. und 3. März trafen sich Vertreter der einzelnen Kreisverbände Schwabens und einzelner Fach-Gruppierungen im Allgäu zur Halb-Jahrestagung. Den Auftakt zur Veranstaltung, zu der Gertrud Nigg-Klee, Vorsitzende des schwäbischen Bezirksverbandes eingeladen hatte, bildete das Referat der Präsidentin Simone Fleischmann, die ihre Bildungskampagne "Zeit für Bildung - flexibel, effizient, intelligent" vorstellte.

Die Kampagne mit dem eindeutigen Focus auf den individuellen Bedürfnissen, die unterschiedlichste Kinder an das heutige Schulsystem haben. Am Beispiel von 11 Kindern - deren Voraussetzungen und Ansprüche an Schule und Bildung extrem differieren - zeigt sie einmal mehr auf, was Schule heute und vor allem in Zukunft leisten soll und muss, um allen Kindern, auch denen, die nicht explizit erwähnt sind, gerecht zu werden.

Fleischmann eindringlicher Vortrag richtet sich dabei weniger an den einzelnen Lehrer, dem die Gesamtproblematik ja bekannt ist, sondern vielmehr an alle übergeordneten Stellen, schulpolitischer und gesellschaftspolitischer Natur, denen das Ausmaß dessen, was Bildung in Zukunft leisten muss, nur teilweise bewusst ist.

Es gilt alle Kräfte zu mobilisieren und dahingehend zu fokussieren, dass die verschiedenen Lebenswelten der Kinder, die ja so nur in der Schule aufeinander treffen, gebündelt und verknüpft werden, ohne dass sie ihre jeweils eigenen Ansprüche und gesellschaftlichen Bedingungen dabei aufgeben müssen. Die Erwartungen und Anforderungen von Seiten der Schule, der Wirtschaft, der Gesellschaft und der Politik, die sich dabei noch ständig verändern, konfrontieren den einzelnen Lehrer, aber auch die Eltern und Schüler mit massiven Herausforderungen. Diesen müssen alle an der Bildung beteiligten Gruppierungen auf Dauer standhalten können. Deshalb gilt es schleunigst Voraussetzungen zu schaffen, die tatsächlich Raum und Zeit für Bildung geben.

Simone Fleischmann und ihr Team haben dafür eine Kampagne entwickelt, die sich in die Schule selbst multiprofessionelle Teams wünscht und in das Denken derer, die dafür stimmen sollen diesen Wunsch als festen Bestandteil ihrer politischen Arbeit bejahen. Gerade in einer Zeit, in der massiver Lehrermangel herrscht hört sich der Ruf nach multiprofessionellen Teams wie ein märchenhafter Zauberspruch an, doch vielleicht ist ja gerade jetzt die Zeit für diesen Aufruf reif!

Text: Ilona Kempf

Am: 03.03.2018