Rückblick auf Veranstaltungen

Bildungspolitisches zur Fastenzeit - BLLV-Präsidentin Simone Fleischmann im Oberallgäu

 

Oberallgäuer bei Kundgebung dabei


Über 50 Lehrkräfte aus dem Oberallgäu reisten am Freitag, 14.02.2020 - dem Zeugnistag - nach Augsburg zur Kundgebung des BLLV Schwaben. Dabei überreichte die Präsidentin des BLLV Simone Fleischmann dem Kultusminister symbolisch das Zwischenzeugnis: Fürsorgepflicht: mangelhaft; Wertschätzung: ungenügend; Kommunikationsfähigkeit: mangelhaft; ...

Vier Mitglieder des bayerischen Landtages aus Schwaben stellten sich dabei den Fragen aus dem Publikum. Mit dabei waren Wolfgang Fackler (CSU, Vorsitzender des Ausschusses für Fragen des öffentlicher Dienstes), Johann Häusler (FW, Stv. Fraktionsvorsitzender und Mitglied des Ausschusses für Arbeit, Soziales, Jugend und Familie ), Max Deisenhofer (Bündnis90/Die Grünen, Mitglied im Bildungsausschuss) sowie Dr. Simone Strohmayer (SPD, Mitglied im Bildungsausschuss, stellv. Fraktionsvorsitzende).

 

Bildungspolitisches Gespräch II


Bildungspolitische Diskussion mit MdL und Vizepräsident des Bayer. Landtages Alexander Hold

"Es geht nicht um die eine Stunde mehr - es geht um Qualität von Unterricht und Schule"

Im Rahmen der Protestaktionen des BLLV gegen die Maßnahmen zur Sicherung der Unterrichtsversorgung diskutierte der Vorstand des BLLV Oberallgäu zusammen mit der Bezirksvorsitzenden Gertrud Nigg-Klee und dem Abgeordneten Alexander Hold (Freie Wähler) über das aktuell drängendste Problem der Bayerischen Bildungspolitik - den Lehrermangel.

Alexander Hold lobte zunächst den Protest des BLLV und erkannte im Großen und Ganzen an, dass es ein wichtiger Schritt sei, A13 für alle Lehrämter politisch eines Tages auf den Weg zu bringen. Dabei schilderte er dem Gremium des BLLV Oberallgäu jedoch auch die Hürden, die sich vor allem in der Zusammenarbeit mit dem Finanzministerium in München ergeben.Gertrud Nigg-Klee stellte dabei fest, dass die jetzt durch das Kultusministerium zugesagten funktionslosen Beförderungen ohnehin Bestandteil der schon im Vorfeld ausgehandelten Tarifvereinbarungen waren und kein "Entgegenkommen" seien. Zudem ist es ja auch so, dass diese 3000 Beförderungsstellen nicht  denjenigen zugute kommen, die jetzt die Mehrarbeit stemmen müssen.

Nichtsdestotrotz konfrontierten die Anwesenden Hold mit den möglichen Folgen, die die Maßnahmen des Kultusministers der Freien Wähler aller Voraussicht nach mit sich bringen. Einerseits erhoffe sich das Ministerium ein Mehr an Unterrichtsstunden, andererseits befürchtet der BLLV genau das Gegenteil: Mehr Lehrkräfte als erwartet werden vor allem durch die erhebliche Anhebung der Mindeststundenzahl bei der Antragsteilzeit auf 24 Stunden krankheitsbedingt ausfallen. Diese Maßnahme, die eine Erhöhung der Stundenzahl auf 80% der Vollzeit bedeutet, betrifft Lehrkräfte, deren Kinder das 18. Lebensjahr vollendet haben; in der Grundschule also hauptsächlich Frauen, deren Lebensplanung komplett auf den Kopf gestellt wird. 

Ganz besonders aufmerksam machten die BLLV-Mitglieder den 3. Vizepräsidenten des Bayerischen Landtages auf den Qualitätsverlust, der in den Schulen seit vielen Jahren einhergeht. Oft sei den Eltern gar nicht bekannt, wie häufig Klassen oder Gruppen zusammengelegt, Förder- oder Differenzierungsmaßnahmen und Unterrichtsstunden ausfallen und Stunden ausfallen würden. Es sei oftmals auch im Fachunterricht nur noch ein Beaufsichtigen möglich, wenn tagtäglich eine vernünftig zu bewältigende Schülerzahl überschritten werde, bzw. Sicherheitsvorschriften nicht mehr eingehalten würden. Qualitativ guter Unterricht sei unter diesen Umständen nicht mehr zu leisten.

Wenngleich MdL Hold die zuletzt ergriffenen Maßnahmen zur Unterrichtsversorgung als nahezu alternativlos betrachtete, nahm er doch einige Forderungen des BLLV mit auf den Weg nach München: mehr Unterstützung durch multiprofessionelle Teams, Bürokratieabbau bei der Einstellung von Drittkräften oder Lehrkräften, Ausbau der Ausbildungskapazitäten für die Lehrämter GS, MS ebenso wie für die Förderschullehrämter. Im Gespräch wurde ihm aber auch sehr deutlich gemacht, dass das Ministerium endlich damit aufhören müsse, immer neu Aufgaben auf die Schulen herunterzubrechen, ohne von anderen zu befreien. Laut Reinhard Gogl, dem Kreisvorsitzenden des BLLV, sei es angesichts des Personalnotstandes an GS und MS am notwendigsten, den grundlegenden Unterricht ordentlich abdecken zu können. Dies müsse seitens des KM eingestanden werden, anstatt "Projektwochen für die Alltagskompetenz" überzustülpen.

Es brauche wieder mehr Wertschätzung seitens des Dienstherrn, so die einhellige Meinung der Lehrkräfte. Hold ergänzte, dass es auch stark an Wertschätzung unserer Lehrerinnen und Lehrer in der Gesellschaft mangle, auch diesem Thema habe sich Politik zu widmen.

Text: Reinhard Gogl, 1. Vorsitzender

 

BLLV-Aktionstag "Lehrermangel - so nicht!"

Auch Lehrerinnen und Lehrer aus dem Oberallgäu setzten am 07.02. beim BLLV-Aktionstag "Lehrermangel - so nicht!" ein starkes Zeichen gegen das Maßnahmenpaket von Kultusminister Piazolo. Dem Protest individuell Ausdruck verleihen - das war beim landesweiten Aktionstag angesagt.

 

Bildungspolitisches Gespräch I

Bildungspolitische Diskussion mit MdL und Vizepräsident des Bayer. Landtages Thomas Gehring

"...und sie brennt doch, die Hütte!"  

Der BLLV Kreisverband Oberallgäu diskutierte am vergangenen Freitag, den 31. Januar vor zahlreichen Lehrerinnen und Lehrern zusammen mit MDL und Vizepräsident des Bayerischen Landtages Thomas Gehring (Bündnis 90 / Die Grünen) über den Personalnotstand an Grund-, Mittel- und Förderschulen, dessen Folgen für die Qualität von Schule und Unterricht sowie die vom Kultusministerium angekündigten Maßnahmen zur Sicherung der Unterrichtsversorgung.

Während der bayerische Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo noch zu Beginn des Schuljahres verkündete, vor jeder Klasse stehe ein Lehrer bereit, wird das Ausmaß des Lehrermangels so langsam auch jenen bewusst, die lange hofften, alles schönreden zu können. Simone Fleischmann, Präsidentin des Bayerischen Lehrerinnen- und Lehrerverbandes BLLV, habe mit ihrer Aussage "die Hütte brennt" also keineswegs übertrieben, wenn man sich den Personalnotstand an unseren Grund-, Mittel-, aber auch Förderschulen ansieht. So lassen sich die Eröffnungsworte von Thomas Gehring zusammenfassen, der den Freien Wählern und ihrem Start im Kultusministerium kein gutes Zeugnis ausstellte.

Über die Auswirkungen dieses Lehrermangels, die täglichen Bemühungen von Schulleitungen und Lehrkräften, diesen abzufedern sowie über die Folgen für die Qualität von Unterricht und Schule kamen Thomas Gehring, Sprecher der Lehrer im Ausschuss öffentlicher Dienst des Bayerischen Landtages, Gertrud Nigg-Klee, Bezirksvorsitzende des BLLV Schwaben und Reinhard Gogl, Kreisvorsitzender im BLLV Oberallgäu, miteinander ins Gespräch. Im voll besetzten Veranstaltungssaal der Krone in Stein schilderten Lehrkräfte ihre täglichen Erfahrungen. Doppelführungen von Klassen, Aufteilung von Klassen und Unterrichtsgruppen, das Fehlen von mobilen Reservekräften, all dies ginge nicht nur zu Lasten der Lehrerinnen und Lehrer. Nein, es seien in erster Linie die Schüler, die unter dieser Situation nicht zu ihrem Recht auf ordentlichen und guten Unterricht kämen. Man brauche schließlich auch Lehrerstunden über die Grundversorgung hinaus, um Schule gestalten zu können. Wenn diese fehlten, seien Klassenfahrten sowie viele andere wertvolle Angebote des Schullebens irgendwann nicht mehr zu leisten, kritisierte Gogl.

Einen Hauptgrund für den derzeitig eklatanten Lehrermangel bei Grund- und Mittelschulen sieht der BLLV unter anderem in einer ungleichen Bezahlung der Lehrerinnen an Grund- und Mittelschulen im Vergleich zu ihren besser entlohnten Kolleginnen und Kollegen der Realschulen und Gymnasien. Die Bezirksvorsitzende des BLLV Nigg-KLee berichtete darüber, dass sich nahezu niemand mehr für ein Grund- oder Mittelschulstudium entscheide, wenn hier die Bezahlung schlechter, die Zahl der zu leistenden Unterrichtsstunden höher und die Aufgaben angesichts der Themen Inklusion und Migration herausfordender seien.

Einig im Plenum war man sich auch darüber, dass die angekündigten Maßnahmen zur Unterrichtsversorgung diese Berufsgruppen noch stärker belasten. Dadurch ließen sich noch weniger für die Grund- und Mittelschulen gewinnen. Es gehe dabei nicht um die eine Unterrichtsstunde mehr, die bald zu leisten sei. Es gehe vor allem um die ständig neuen Aufgaben, die der Reparaturbetrieb Schule von oben angeordnet bekomme. Ein Schulleiter brachte sehr deutlich zum Ausdruck, dass es in den letzten Jahren im Gegenzug keine Erleichterungen seitens des Dienstherrn gegeben habe. Ansetzen könne man hier beispielsweise bei den inhaltlich vollkommen überdimensionierten Grundschulzeugnissen, die an keiner anderen Schulart so abverlangt würden. Dies und vieles mehr sei ein wesentlicher Punkt, warum es vielen nun reiche und der BLLV die Maßnahmen des Kultusministers ablehne.

Thoams Gehring befürchtete in seinen abschließenden Worten, dass nach den Kommunalwahlen mit weiteren düsteren Szenarien aus dem KM zu rechnen sei.

Bericht: Reinhard Gogl, 1. Vorsitzender BLLV Oberallgäu

Ein Bericht von Allgäu.TV finden Sie im Beitrag ab Minute 16:50.

 

Mitgliederversammlung mit Ehrungen


Im Tagungssaal des Hotels Krone in Immenstadt–Stein fand am 21. Januar die ordentliche Mitgliederversammlung statt. Die gut besuchte Veranstaltung war von den Ankündigungen des KM geprägt. Kreisvorsitzender Reinhard Gogl ging in seinem ausführlichen Bericht mit deutlichen Worten auf die „Grausamkeiten“ des KM ein. Er zählte die geplanten Einschränkungen im Bereich der Grund-, Mittel- und Förderschulen im Einzelnen auf und kam zu dem Ergebnis: „Nicht akzeptabel und unzumutbar!“ „Mit diesem Maßnahmenkatalog wird man schwerlich junge Menschen für den Lehrerberuf in diesen Schularten begeistern können“, so der Vorsitzende. Hier muss eine Reform der Lehrerbildung mit gleichen Einstiegsmöglichkeiten, nämlich A13 für alle Lehrer, her! Die Versammlung und die Vorstandschaft waren sich einig, dass der BLLV hier Kante zeigen muss.

Der Kreisverband entwickelt sich prächtig. Jährlich steigt die Mitgliederzahl im Kreis, so dass der KV Oberallgäu mit 533 Mitgliedern, der drittstärkste KV in Schwaben ist. Die Bezirksvorsitzende Gertrud Nigg-Klee erläuterte in ihrem Grußwort ebenfalls die geplanten Maßnahmen des KM und kündigte entschiedenen Widerstand auf allen Ebenen an. „Die Maßnahmen werden ihr Ziel verfehlen, sollten sie so umgesetzt werden“, so Nigg–Klee. Sie plädierte ebenfalls für eine Reform der Lehrerbildung, die auf eine Gleichwertigkeit der Lehrämter ausgerichtet sein müsse.

Geschäftsführer Christian Gerhart blickte auf die Aktivitäten des vergangen Jahres zurück. Es gab Veranstaltungen für die unterschiedlichsten Interessen der Mitglieder: Von Politik bis Wellness!

Umrahmt wurde die Veranstaltung von der Schulband und der Tanzgruppe der Mittelschule Immenstadt. Den Schülern gelang es mit ihren musikalischen und tänzerischen Darbietungen die ernste Thematik etwas aufzuheitern, wofür die Schüler kräftigen Applaus ernten konnten.

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt ist immer die Ehrung für langjährige Mitgliedschaft. Geehrt wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft: Marion Heller
40 Jahre: Gabi Stocker, Cornelia Hess–Thamm
50 Jahre: Margit Miller, Hubert Decker, Johann Wonner, Rudolf Pfennig
60 Jahre: Rotraut Bugler
mehr als 65 Jahre: Anna Babischta

Herbert Sedlmair

 

Der BLLV Oberallgäu im Gespräch mit der Politik

Kurz nach Veröffentlichung der geplanten Notmaßnahmen durch das Kultusministerium sprachen  Katharina Wezel (Stellvertr. Vorsitzende im BLLV Oberallgäu und verantwortlich für die Schulpolitik im BLLV Schwaben) und Christian Gerhart (Stellvertr. Vorsitzender) sowie die Bezirksvorsitzende Gertrud Nigg-Klee mit dem Vizepräsidenten des bayerischen Landtags Thomas Gehring. Im Rahmen der Klausurtagung des BLLV Schwaben betonten beide Seiten den fehlenden Dialog auf Vertrauensbasis zwischen den Kolleginnen und Kollegen und dem Kultusministerium, welches zielführende Maßnahmen bisher verhindert. Dabei habe seine Partei und der BLLV schon lange Vorschläge zur Verbesserung der Unterrichtsversorgung vorgelegt, so Gehring.

 

Systemsprenger

Pflegefamilie, Wohngruppe, Sonderschule: Egal, wo Benni hinkommt, sie fliegt sofort wieder raus. Die wilde Neunjährige ist das, was man im Jugendamt einen „Systemsprenger“ nennt. Dabei will Benni nur eines: Liebe, Geborgenheit und wieder bei ihrer Mutter wohnen! Doch Bianca hat Angst vor ihrer unberechenbaren Tochter. Als es keinen Platz mehr für Benni zu geben scheint und keine Lösung mehr in Sicht ist, versucht der Anti-Gewalttrainer Micha, sie aus der Spirale von Wut und Aggression zu befreien.

Zwei Mal konnte der BLLV-Kreisverband Oberallgäu den Kinosaal Immenstadt mit einer besonderen Filmveranstaltung mit dem Oscar nominierten Film „Systemsprenger“ füllen. Zur Filmsichtung und anschließender Diskussion mit dem Kinder- und Jugendtherapeuten Wolfgang Keßler und dem Facharzt für Kinder- und Jugendspsychiatrie und -psychotherapie Joachim A. Reinlein fanden sich Lehrer, Pädagogen, Schulpsychologen, Mitarbeiter der Jugendämter, schulische Berater und Erzieher ein, um sich mit dem Schicksal eines Kindes (Benni) zu befassen, für das es wohl anscheinend keine Lösung in unserem sozialen System gibt.

Ildikó Seitz vom Kino Immenstadt hatte mit diesem Filmtipp die richtige Wahl getroffen. Der Film von Nora Fingscheidt und die hervorragenden gespielte Leistung der Hauptdarstellerin Helena Zengel ging dabei unter die Haut. Zahlreiche Fragen hatten die Teilnehmer auch an Wolfgang Keßler und Joachim A. Reinlein, die bereitwillig über ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen Auskunft gaben.

 

Glaspalast und Stadtführung

Die diesjährige Kulturfahrt des BLLV-Oberallgäu führte die Teilnehmer nach Augsburg. Im Glaspalast, dem Gebäude der ehemaligen „Mechanischen Baumwollspinnerei und Weberei Augsburg“ besuchten die Teilnehmer das Kunstmuseum Walter. Auf dem Foto Bilder des zeitgenössischen Malers Georg Baselitz.


In Zusammenarbeit mit der Oberallgäuer Volkshochschule (OVH) veranstaltete der Kreisverband Oberallgäu des BLLV auch in diesem Herbst seine traditionelle Kulturfahrt. Dieses Mal hatten sich Florian Scholz (OHV) und Matthias Mayer (BLLV Oberallgäu) die schwäbische Metropole Augsburg ausgesucht. Zunächst besuchten die Teilnehmer der Kulturfahrt den Augsburger Glaspalast. Dort befindet sich die Privatsammlung von Ignaz Walter, einem großen Augsburger Kunstsammler. Die Führung begann in der Galerie Noah, wo Arno Rink (Leipziger Schule) seine Werke ausstellte. Danach ging es in das Kunstmuseum Walter, wo über 1.000 Werke zeitgenössischer Kunst ausgestellt sind. Schwerpunkt der Führung waren die Werke von Markus Lüpertz, Jörg Immendorff, Anselm Kiefer, Elvira Bach und Georg Baselitz.

Am Nachmittag folgte die Stadtführung in Augsburg, das in diesem Jahr zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt wurde. Vom „Goldenen Saal“ im Rathaus ausgehend, besuchten die Teilnehmer das barocke Zeughaus von Elias Holl, die Fuggerhäuser - die Residenz der Familie Fugger - mit den vier Innenhöfen u.a. dem Damenhof. Den Abschluss bildete die Fuggerei, entstanden vor 500 Jahren und durch die Fuggerstiftung noch immer eine bedeutende soziale Einrichtung.

Text und Foto: Matthias Mayer

 

Ref-Check / Dienstanfängerseminar 2019

 
Wie jedes Jahr lud der Junge BLLV der Kreisverbände Oberallgäu und Kempten auch in diesem Herbst wieder die neuen Dienstanfänger zu einer Infoveranstaltung ein. Und so lauschten am 8. September im Gasthaus Krone in Stein bei Immenstadt die interessierten Referendare dem kurzweiligen Vortrag von Roland Grimm. Wie immer informierte er mit zahlreichen praktischen Beispiele bereichert amüsant und kurzweilig über die wichtigsten Themen der zweijährigen Seminarzeit. Im Anschluss daran konnten weitere Fragen beim gemütlichen Beisammensein im persönlichen Gespräch beantwortet werden. (CG)

 

Pensionistentag 2019

Auch heuer machten sich wieder zahlreiche Pensionisten aus dem Kreisverband Oberallgäu auf den Weg zum Pensionistentag. Dieses Jahr stand ein Besuch in Roggenburg auf dem Programm. Der Kreisverband Weißenhorn bot mit einer Brauereibesichtigung, einer Kloster- und Kirchenführung, der Besichtigung der Fuggerstadt Weißenhorn und einer Schulführung ein buntes Programm für die Pensionisten im Bezirksverband. So lauschten z. B. die Teilnehmer den humorvollen Ausführungen eines Parmonstratenser-Mönchs in der Klosterbücherei. 

Eine Schülergruppe präsentierte auch ein kleines Singspiel und bereicherte so den kurzweiligen Ausflug ins "Unterland". Traditionell ehrte dort der Bezirk Schwaben die ältersten Teilnehmer und bedankte sich für die langjährige Treue zum Verband.

 

Bildung sticht – Karten auf den Tisch

Landtagsvizepräsident Alexander Hold im Gespräch mit dem BLLV Oberallgäu

Am 01.04. 2019 lud der BLLV Oberallgäu Alexander Hold von den Freien Wähler zu einem bildungspolitischen Gespräch ins Hotel Krone ein. Unter den Interessierten Lehrern und Lehrerinnen befanden sich auch die Bezirksvorsitzende des BLLV Gertrud Nigg-Klee und der Vorsitzende des BLLV-Kreisverbands Oberallgäu Reinhard Gogl, der die Diskussion moderierte.

Herr Hold wurde unter dem Thema: „Bildung sticht – Karten auf den Tisch“, über verschiedene Themen, die den Lehrern und Lehrerinnen, aber auch Verwaltungsangestellten und Rektoren unter den Nägeln brennen, informiert. Die Autonomie der Schulen, die Inklusion, der Lehrer-Mangel, der Reparaturbetrieb Schule, die Lehrer Fort- bzw. Ausbildung und das Schulmanagment, waren Themen, die heiß diskutiert wurden.

Viele Anwesende gaben Herrn Hold ihre Probleme vor Ort, wie Gruppengrößen im Fachunterricht, Einführung der Wirtschaftsschule ab der 6. Klasse, neues Fach Informatik, Weiterbestand der wohnortnahen Schulen, fehlende Unterstützung bei Schülern mit Förderbedarf und die Aufwertung des Berufsbildes der Grund- und Mittelschullehrer mit auf den Weg in den Landtag.

Als kleine Gedankenstütze erhielt Herr Hold zum Ende der Veranstaltung die wichtigsten Themenkarten als Ober- und Unterkarten im Großformat für den Landtag und als Gesprächsgrundlage mit dem Kultusminister Herrn Piazzolo.

Alexander Holds Schlussbemerkung sprach vielen Anwesenden aus der Seele, „Mit Ideologie geht gar nichts, mit der Brechstange geht gar nichts, wir müssen einen gesellschaftlichen Denkprozess über Schule in Gange bringen – auch in den Köpfen der Eltern“.

Text: Carmen Lohmeier
Fotos: Martina Hold

Tag der Oberallgäuer Schulen 2018


Unter diesem Motto stand der diesjährige Oberallgäuer Lehrertag mit verschiedenen Workshops im April. Ob im Yogakurs, bei der praktischen Stärkung der Rückenmuskulatur oder beim groovigen Spielen mit den Drums – alle Teilnehmer genossen den persönlichen Gewinn dieser Angebote. Aber auch Informationen für den Schulalltag kamen an dieser Veranstaltung nicht zu kurz. Antworten auf Fragen der Verwaltung von Schülerakten standen eben so auf dem Programm wie ein Überblick über den Einsatz von Apps im Unterricht mit dem eigenen Handy oder Tablet. Zu dem gab es Tipp s mit welchen Ritualen sich der (schulische) Alltag vereinfachen ließ. Alle Teilnehmer stärkten sich zwischen den Workshops bei einem Frühstück in der Sonne, tauschten sich mit den Kolleginnen aus und waren sich einig, dass dieses Angebot auch im kommenden Jahr wieder stattfinden muss. (CG)