BLLV Aktionstag am 07.02.2020

Rückblick

Anton Grotz - ein BLLV-Urgestein feierte 80. Geburtstag

Nach mehrmaligen Verschiebungen (u.a. auch wegen Corona) konnte Vorsitzende Patricia Laube dem Pensionistenvertreter Anton Grotz endlich im Namen der Vorstandschaft und aller Mitglieder zum 80. Geburtstag gratulieren und ihm einen „Obst-Vitaminkorb“ in dessen Garten überreichen. Blättert man in der umfangreichen BLLV- und Schullaufbahn-Vita des Jubilars, erkennt man schon früh seine organisatorischen, politischen und rhetorisch überzeugenden Talente und Engagements: 1962 wurde er zum Vorsitzendem der BLLV Studentengruppe PH Augsburg gewählt, dem 1963 gleich der Aufstieg zum BLLV Landesstudentengruppe-Vorsitzenden folgte. 1965 übernahm er die Leitung der ABJ Dillingen und wurde 1968 schon Bezirksvorsitzender der ABJ Schwaben, wo er sich als Veranstalter von Wintertagungen und einer Nordccap Reise einen Namen machte. Im Schulamtsbezirk Dillingen schätzte man „den Toni“  von 1969 bis 2002 als Vorsitzenden des Örtlichen Personalrates. 1974 wurde er Rektor an der Mittelschule Lauingen, die er bis zu seiner Pensionierung 2004 leitete. Im KV Dillingen galt der Jubilar als Referent für Dienstrecht und Besoldung und Organisator von Großereignissen, z.B. mit dem damaligen Präsidenten Albin Dannhäuser, als gefragter Mann. Seit der Beendigung der aktiven Dienstzeit fungiert Herr Grotz im Kreisverband Dillingen als Referent für Organisationen und als Pensionisten-Betreuer. Besonders hervorzuheben sind dabei die Einführung und perfekte Vorbereitung zahlreicher Kunst-, Theater- und Kulturfahrten, sowie Betriebsbesichtigungen, Pensionistentage, Vorträge, Herbstwanderungen und die Besuche bei den Jubilaren. Von zwischenzeitlichen gesundheitlichen Problemen ließ er sich ebenso wenig abschrecken wie die Auflagen der Coronazeit. „Das Wort Langeweile“ kennen wir nicht, sind sich Toni Grotz  und seine Frau Inge einig. Gartenpflege, Kochen auf Gourmetniveau, ausgedehnte Spaziergänge, „in meinem Büro“ Altes aufarbeiten und Neues „aushecken“, liebevoller Kontakt mit Sohn und Tochter und den 2 Enkeln, die Pflege von Freundschaften, sich für andere einsetzen, u.v.m., halten die beiden jung und vital. Nicht zu vergessen ist sein Engagement als Vorsitzender im „Kulturmarkt Lauingen“. Als ehemaliger Stadtrat (18 Jahre) verfolgt er noch genau die Entwicklungen in seiner geliebten Heimatstadt Lauingen, die durch seine Idee und Verwirklichung des „Größten Osternests der Welt“ weltweit bekannt wurde. „Aus der Vergangenheit schöpfen – in der Gegenwart leben - die Zukunft im Blick“ – ein schönes Lebensmotto. „Bleib gesund und uns noch lange erhalten“, wünschte sich Vorsitzende Laube zum Abschied.

„Wenn Nervensägen an den Nerven sägen“ Kreisverbände Dillingen und Günzburg luden Rudi Rhode ein

Das Jahresprogramm der beiden Kreisverbände begann gleich mit einem Highlight: 130 interessierte Lehrkräfte und Erzieher konnte Vorsitzende Patricia Laube im Stadeltheataer Lauingen begrüßen („trotz Coronavirus“), freute sich, dass ihnen das Engagement von Rudi Rhode gelungen ist und begrüßte ihn herzlich. Dieser brauchte nur 2 Requisiten- einen Stuhl für szenisches Darstellen und eine Flipchart zur grafischen Verdeutlichung und Reflexion - um dem Publikum allseits bekannte und nervenaufreibende Konfliktsituationen in Erziehung und Unterricht vor Augen zu führen und Lösungs-möglichkeiten aufzuzeigen. „Nein das mach ich nicht“- tönt es täglich millionenfach in Schulen, Kindergärten und Elternhäusern, wenn jemand sich an aufgestellte Regeln halten soll. Ob eine Regel wirklich gilt, zeigt sich aber erst, laut Rhode, nach dem Konflikt, wenn es darum geht, gegenüber den „Nervensägen“ standhaft und konsequent für die Einhaltung der Regel einzutreten. Respekt und Wertschätzung spielen dabei eine entscheidende Rolle. Rudi Rhode versteht es in seinem 1,5 stündigen lehrreichen und sehr amüsanten Auftreten, wie eine Vorgehensweise beschaffen sein muss, damit vereinbarte Regeln auch tatsächlich gelten, Szenisch werden dazu Konfliktsituationen vorgestellt, die jedem im (Schul)Alltag schon einmal begegnet sind. In seinen Lösungsvorschlägen für derart heikle Situationen geht Herr Rhode sowohl auf die körperlichen Botschaften, als auch auf die verbalen Äußerungen einer wertschätzenden und konsequenten Vorgehensweise ein. Die Frage der inneren Haltung und Konsequenz zieht sich wie ein roter Faden durch die Szenerie. In seinem Buch „Wenn Nervensägen an den Nerven sägen“ beschreibt er dieses Konfliktmodell als „kontrolliert-eskalierende Beharrlichkeit“. Man hätte Rudi Rhode ewig weiter zuhören/zuschauen können, resümierten die Vorsitzenden Patricia Laube und Roland Grimm und verwiesen darauf, dass man ihn auch für Seminare buchen kann. Sie bedankten sich ganz herzlich mit einem kleinen Präsent und die Zuhörer mit kräftigem Applaus. Für persönliche Gespräche fand er auch noch Zeit.

Dr. Johannes Strasser – 75. Geburtstag

Pensionistenvertreter Anton Grotz und der ehemalige Vorsitzende Ulrich Steixner ließen es sich nicht nehmen, beim  ehemaligen Lehrer und Landtags-abgeordneten Dr. Johannes Strasser in Gundelfingen vorbeizuschauen und ihm mit einem Geschenkkorb zum 75. Geburtstag zu gratulieren. „Da wird es emo-tional,“ sagt der Jubilar als er mit den Gästen sein ereignisreiches Leben Revue passieren ließ. Schon 1968 trat er in den BLLV ein und obwohl er nach dem Studium (nur) 3 Jahre an den Volksschulen Bissingen und Höchstädt unterrichtete, hielt er dem BLLV bis heute die Treue. Mit erst 27 Jahren wurde er 1972 in seiner Heimatgemeinde Tapfheim der jüngste hauptamtliche Bürgermeister in Bayern. Von 1986 bis 2003 hatte er als Landtagsabgeordneter u.a. das Amt des finanzpolitischen Sprechers der SPD inne. Auch war er Mitglied in den Kreistagen Donau-Ries und Dillingen. Das Lehren und Lernen hat es ihm immer angetan, sodass er sich nach seiner politischen Karriere der Wissenschaft verschrieb, er verfasste an der Uni Augsburg seine Doktorarbeit und hatte dort und an der Uni der Bundeswehr München bis 2007 Lehraufträge,  Nach Beendigung seiner Dozententätigkeit und der Veröffentlichung eines Buches gründete er im Bereich „erneuerbare Energien“ ein Büro in Gundel-fingen und war/ist deutschlandweit dazu als Unternehmensberater unterwegs. Da gab es auch Anfeindungen zu überwinden. „Nicht immer zu fordern, sondern sich für die Gemeinschaft engagieren“ – das ist seit jungen Jahren sein in vielen Bereichen erkennbares Lebensmotto: Beim Führen der Landjugendbewegung, Organisieren von Jugendaustausch mit Frankreich, als Organist, Leiter eines Kinderchores und eines Gesangvereins, als Bezirksvorsitzender des Turnbezirk Schwaben und 25 Jahre bei der freiwilligen Feuerwehr sind Zeugnis der praktischen Umsetzung seines „roten Fadens“ für die Gemeinschaft. Dafür wurde er auch mit dem Bundesverdienstkreuz, mit dem Bayerischen Verdienst-orden und der Bayerischen Verfassungsmedaille geehrt. Ans Aufhören denkt der 75-jährige auf keinen Fall. Er sei dankbar, dass er all das noch machen kann und hat nur einen Wunsch, dass er im Kreise seiner Familie und Freunde gesund bleibt. Das wünschten natürlich auch die beiden Gäste Grotz und Steixner und hofften auf die weitere Treue zum BLLV-Verband. Wer mehr über Dr. Johannes Strasser erfahren will, kann sich im Internet unter den Begriffen Lauinger Solarpark, ehemalige Deponie erzeugt Strom, mit Solarstrom Krankenhaus-Defizite ausgleichen uvm. umfassend und bewundernd informieren.

Politischer Dialog mit MdL Georg Winter

Landtagsabgeordneter stellt sich der Diskussion mit den Lehrkräften der Grund- und Mittelschulen im Landkreis Dillingen
Am Freitag, den 07.02.2020 trafen sich auf Einladung des BLLV Kreisverbandes Dillingen über 70 Lehrkräfte an Grund- und Mittelschulen, Fach- und Förderlehrer des Landkreises im Schullandheim Bliensbach, um mit dem Landtagsabgeordneten Georg Winter über den Maßnahmenkatalog des Kultusministeriums gegen Lehrermangel zu diskutieren. Auf Anregung der Lehrkräfte der Mittelschule Wertingen hatten sie gemeinsam einen offenen Brief an den Ministerpräsidenten und den Bayerischen Landtag verfasst, der Georg Winter zur Übergabe an die Staatsregierung ausgehändigt wurde. Es folgte eine äußerst angeregte, zum Teil sehr emotionale Diskussion, die zeigte, dass die Lehrkräfte mittlerweile an ihrer Leistungsgrenze angelangt sind. Was die Pädagogen besonders empfindlich trifft, ist nicht das verpflichtende Arbeitszeitkonto, sondern es sind die Einschränkungen bei Teilzeit und Altersruhestand. Vor allem die weiblichen Lehrkräfte leisten oft bewusst weniger Stunden, damit sie den stetig gewachsenen Anforderungen in der Grund- und Mittelschule neben der Familie noch gewachsen sind. Auch die Einschränkungen beim Ruhestand tun den Betroffenen weh: es gibt Fach- und Förderlehrer, die jetzt trotz 45 Jahren im Staatsdienst nicht in Pension gehen dürfen. Andere hatten den Ruhestand mit 64 bei entsprechenden Abzügen bereits geplant und müssen nun ein ganzes Schuljahr länger arbeiten. Nach Meinung der Protestierenden treibe die Staatsregierung mit diesen Maßnahmen viele Kollegen in Krankheit und Dienstunfähigkeit. Die Kreisverbandsvorsitzende Patricia Laube forderte eine flexiblere Lehrerbildung, mit der der Staat schneller auf den Bedarf an den verschiedenen Schularten reagieren könne. Grundlage dafür sei endlich eine gerechte Bezahlung: „Wir studieren für das Lehramt an Grund- und Mittelschulen genauso lange wie die Kollegen an den Realschulen, müssen jede Woche etliche Stunden mehr Unterricht halten und bekommen am Ende des Monat weit über 600 € brutto weniger Gehalt, die Beförderungsämter an Realschulen nicht berücksichtigt. Auf ein durchschnittliches Lehrerleben gerechnet, verzichten wir auf ein kleines Einfamilienhaus. Wieso sollte sich da noch ein Abiturient für ein Studium an diesen Schularten entscheiden? Zudem haben wir an den Grund- und Mittelschulen den höchsten Anteil an Migration, Inklusion und eine ausgesprochen divergente Schülerschaft zu erziehen. So wird es in Zukunft auch nicht mehr Lehrer geben!“ Zudem werde der Beruf des Grund- und Mittelschullehrers in der Gesellschaft nicht ausreichend geschätzt. Wer mache denn die schwierigen Schüler bis zum Ende der 9.Klasse ausbildungsfähig? Die Leistungsstarken lernen auch von alleine, aber es sei eine Kunst die Schüler mit Lernschwächen und Verhaltensauffälligkeiten in den Beruf zu bringen, weil sie sonst ein Leben lang dem Sozialsystem zur Last fallen. Georg Winter bestätigte, dass es in dieser Hinsicht Handlungsbedarf gebe und die Staatsregierung diese Herausforderungen annehmen müsste. MdL Winter äußerte großes Verständnis für die Sorgen der Lehrkräfte, gab aber zu bedenken, dass bei einer Erhöhung der Bezüge auch an die anderen Beamten gedacht werden müsse. Er versprach aber, die Vorschläge für Entlastungen, - Verkürzen der Zeugnisse, Aussetzen der Evaluation, höhere Zuteilung und Bezahlung der Verwaltungsangestellten, Streichung diverser zusätzlicher Projektwochen, etc. -, an die Kollegen im Landtag weiterzugeben, und ermutigte die Lehrkräfte weiterhin für ihre Belange zu kämpfen. Die Lehrkräfte machten mit einer Vielzahl von Äußerungen deutlich: So geht es nicht weiter! Die Staatsregierung fahre das bayerische Bildungssystem zunehmend an die Wand. So nicht!

Schriftführer H. J. Seifert ein 50er

Beim ersten Treffen der Vorstandschaft des KV Dillingen im neuen Jahr 2020 freute sich Vorsitzende Patricia Laube, dass der Konrektor an der GS Wertingen und Schriftführer im Kreisverband Hans-Jürgen (Hajü) Seifert seinen 50. Geburtstag feiern konnte. Sie gratulierte ihm von ganzem Herzen mit einem Gutschein zu diesem Ehrentag und wünschte ihm vor allem viel Gesundheit für all seine Aufgaben. In diesem Zusammenhang bedankte sie sich bei ihm und allen in der Vorstandschaft für die konstruktive, harmonische Zusammenarbeit.

Klausurtagung des BLLV Schwaben

Am 10. und 11. Januar tagte der Vorstand des BLLV Schwaben in Weitnau. Auch unsere erste Vorsitzende Patricia Laube war dabei. Wir dürfen auf die Ergebnisse gespannt sein!